Bäume

Bäume sind
die grössten Lebewesen der Erde, die fähig sind, Sauerstoff zu produzieren.
Vor rund 300 Millionen Jahren entwickelten sich die ersten Nadelbäume auf
unserer Erde, ungefähr 100 Millionen Jahre später kamen die ersten
Laubbäume und Palmen dazu. Zum Vergleich: Spuren von Menschen existieren
erst seit ca. 4 Millionen Jahren. 300 Millionen Jahre Überlebenskampf und
Entwicklung haben einige Baumarten hinter sich. Der Kampf um den vorhandenen
Lebensraum gab den Bäumen die Gestalt und die Überlebensstrategie
und machte Bäume zu genialen, hoch spezialisierten und sehr langlebigen
Wesen.
Menschen bewundern die Einzigartigkeit von Bäumen seit jeher. In verschiedenen Religionen, in der Mythologie, in Gedichten und Sagen werden den Bäumen grosse Kräfte zugewiesen. Sei es wegen der einzigartigen Grösse, die Bäume erreichen, wegen der Kraft, mit der sie der oft rauen, unbelebten und belebten Natur trotzen, oder sei es wegen der Langlebigkeit, d.h. der Fähigkeit, ihren gesamten Organismus jedes Jahr zu erneuern.
Menschen träumen von der immerwährenden Jugend - Bäume besitzen diese Fähigkeit; sie bilden jedes Jahr neues Gewebe, einen neuen Jahrring, neue Blätter und Wurzeln.
Neues Gewebe entsteht und altes stirbt ab - gerade die Produktion von absterbendem und totem Gewebe bestimmt den ökologischen Wert eines Baumes. Viele Tiere, Insekten, Pilze und Bakterien sind abhängig von diesem wichtigen Totholzanteil an Bäumen. Je älter ein Baum, desto wertvoller ist er für das Ökosystem und für jene, die etwas von Bäumen lernen möchten. Ein alter Baum bietet einer grossen Anzahl bedrohter Lebewesen Unterschlupf und Lebensraum.
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Bäume
sind Zeugen vergangener Zeit: Mit Jahrringanalysen kann man die Geschichte,
Umwelteinflüsse und Klimaveränderung genau datieren.
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Bäume
sind Zeugen unserer Zeit: Anhand des Wachstums, der Form und dem Gesundheitszustand
kann man die Stand- und Bruchsicherheit genau beurteilen.